Kuba – todo es posible

Nachdem wir Moa verlassen haben, wurde die Landschaft wieder schön und wir radelten nach Mayari. In der dortigen Casa wurde der 96. Geburtstag des Papa des Hauses gefeiert und wir waren herzlich eingeladen.

Am nächsten morgen radelten wir über mehrere Lomos nach Guardalavaca und bezogen auch da eine wunderschöne kleine Casa mit einer sehr herzlichen Besitzerin. Diese ist mit einem Deutschen verheiratet, spricht aber genauso wenig Deutsch oder Englisch wie ihre Tochter, aber unser Spanisch ist inzwischen wieder ganz passabel.

Den nächsten Tag verbrachten wir am Traumstand in der Nähe der Hotelanlagen. Diese verderben nicht nur den Ort, sondern auch die Preise im Ort (1,5 Liter Wasser 2 CUC, d.h. ca. 2€ – was bisher absoluter Höchstwert ist). Aber es gab endlich auch einmal ein Helado und ganz viel baden im warmen Wasser.

Dann folgte die Rückkehr zu Frank und Maria in die Casa in Holguín. Es war Wochenende und die Stadt voller Menschen. Zusätzlich gab es auch noch ein Weinfest mit Kürung der Sieger. Da konnten wir eine kubanische Band erleben, sie sangen wohl hauptsächlich kubanische Evergreens (kein Salsa…) zumindest konnten die Zuschauer alle mitsingen.

Wir reservierten gleich zwei Plätze im einzigen Bus pro Tag (23:15 Uhr) nach Trinidad am Montag, wir wollten noch unser Visa verlängern.

Das mit den Visa war unkompliziert. Als erstes zur (richtigen) Bank, dort Marken kaufen (ähnlich denen auf den alten Geburtsurkunden). Natürlich als Tourist an der „Cola“ vorbei und nach fünf Minuten mit den wertvollen Stücken wieder heraus.

Dann mit Frank’s Hilfe zum Migrationsamt. Dort die richtige (kurze) Cola gewählt (6 Menschen vor uns, während an dem anderen Zugang sicher 20-30 Menschen warteten) und nach einer guten Stunde hatten wir unser Klebchen auf der „tarjeta turista“.

Nun haben wir unser Gepäck noch einmal durchgesehen, die bis jetzt nicht benötigte Notration (Knäckebrot u.ä., was Stauraum und Gewicht benötigt, verschenkt), noch ein leckeres Abendessen mit Maria genossen und sind hinauf zum Busterminal.

Dort gab es dann einen kurzen Moment für „todo es posible“. Der Bus fährt heute eben mal nicht, sagt der nette Mann, der uns vorgestern die Tickets verkaufte. Aber wir könnten vielleicht mit einem anderen bis Sancti Spiritus (23:40 Uhr) mitfahren. Ganz sicher weiß er es erst, wenn der Bus da ist.

Also warten wir auf den ankommenden Bus und freuen uns, dass doch noch zwei Plätze für uns und, was uns viel wichtiger ist, auch Platz im engen Stauraum für unsere zwei Steven vorhanden ist.

Als alles verladen ist, versuchen wir ein wenig zu schlafen und nicht zu sehr an unsere sicher arg gequälten Rösser zu denken.

So sind wir dann doch gegen 7:00 Uhr (fast 400 km weiter) und sehr müde in der schönen Stadt (die wir gar nicht eingeplant hatten) gelandet. Die Schutzbleche wurden gerichtet; es schleift, wackelt und quietscht nichts und Schaltungen, wie auch die Bremsen funktionieren tadellos und wir haben erst einmal in Ruhe gefrühstückt und ein paar Stunden geschlafen, um dann auf einen Stadtbummel aufzubrechen.

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Ein Gedanke zu “Kuba – todo es posible

  1. Bien hecho Muchachas. Google has translated your blog into English for me. I don’t know what „Haapsalu“ means… maybe it should mean courageous or valiente.
    A great tour of Cuba.. it took me two visits to travel as much as you have.
    Enjoy Trinidad and the beaches. I look forward to more blog posts. It is still very wintery here

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