Kuba — ultimo semana (12.3.)

Wir sind auf der Autopista aus Havanna hinausgeradelt und anschließend über holprige, einsame Straßen in Las Terrassas gelandet. Dort fanden wir eine schöne Casa und zwei deutsche Radler, die fast in unsere Richtung wollten. Ein weiteres Ziel war hier in einer Casa den vergessenen Bikini von einer deutschen Touristin abzuholen.

Aber erst einmal ein Bad im Naturpool des Ortes und dann eine Wanderung auf den Berg mit dem obligatorischen Guide und Vogel– und Planzenkunde. Hier erfuhren wir, dass der tocororo der kubanische Nationalvogel ist, da er die Farben der Flagge trägt und ein Haus bezieht, das vorher der Specht gebaut hat, da er zu faul zum Arbeiten ist. Ein Vergleich zum Leben der Kubaner brachte selbst den Guide zum Schmunzeln.

Dann wieder ein Bad im Pool und am nächsten Tag in die Berge. Diese toppten fast alles bisheriges an Landschaft und trotz unseres derzeitigen Trainingszustandes gab es die ersten Schiebeeinlagen. Denn es gibt einen großen Unterschied zwischen lomos und montanas.

Dann zog Regen auf und verschluckte die schöne Aussicht und duschte uns ausgiebig, weshalb wir die Alpenüberquerung beendeten und auf die trockenere Küstenstraße wechselten. Dort trafen wir erneut auf unsere zwei Radler und landeten schlussendlich am Hafen zu Caya Levisa.

Aber da wir keinen Strandtag mit Touristen wollten (Kubaner dürfen nur zum Arbeiten auf die Insel), radelten wir weiter nach Vinales. Dort gaben wir den von zwei Österreichern mitgenommen Schlüssel in einer Casa ab und machten auf einen Schlag vier Menschen glücklich. Wir hatten die zwei in Playa Larga getroffen und sie waren auf der Suche nach einem Weg, den Schlüssel nach Vinales zu bekommen.

Vinales liegt sehr idyllisch in den Bergen und ist wohl mit Havanna und Trinidad die Adresse in Kuba. In unserem geborgtem Lonely Planet (ein dickes Danke an Rolf — er hat zwar gelitten, aber du bekommst ihn wieder) von 02/16 ist noch die Rede von 300 Casas — inzwischen sind es über 800 (in einer Ortschaft wie ein mittelgroßes Dorf in Deutschland).

So reihten wir uns ein und verbrachten die Tage mit Kutschausflug, Höhlenbesichtigung, Wandern, Rum und Zigarre probieren und ein wenig nichts tun. Kurz vor Ende bescherten wir unserer wunderbaren Casa (Mercy und Macuto) noch die erste Buchung bei Airbnb und verließen Vinales mit reichlich gutem Gefühl.

So sind wir jetzt in Havanna zurück, werden endlich eine Runde mit einem lindgrünen (explizierter Wunsch von A.) Cabrio aus den frühen Fünfzigern drehen und noch ein wenig mehr kubanische Großstadtluft inhalieren um dann mit ein wenig Wehmut „hasta luego “ zu sagen.

P.S.: Da wir bisher weder etwas liegen gelassen noch versehentlich mitgenommen haben, sind wir für Altersdemenz wohl doch noch zu jung oder es gibt eine besondere Art von juveniler Reisedemenz. Wir werden das Phänomen weiter beobachten….

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